Sie sind hier

Fraktur reden und schreiben

Donnerstag, 30. Dezember 2010 - 21:28

“Fraktur reden” – hinter diesem Begriff verbargen sich früher klare Worte, eine deutliche und unmissverständliche Ansage. Fraktur – so heißt auch die deutsche Schrift, die bis zum Beginn der Nachkriegszeit in den Amtsstuben gepflegt und in den Schulen gelehrt wurde. Im Gegensatz zu den weichen, runden lateinischen Schriftsätzen ist die deutsche “Fraktur” eckig und gebrochen; und für das heutige Auge nur schwer entzifferbar. Es ergeht ihr damit so, wie eingangs erwähnter Redewendung: Was früher Synonym war für Klarheit, wird heute als gewunden und unverständlich interpretiert.

Mit Speisekarten in deutscher Schrift wurden die meisten von uns in traditionsreichen Gasthäusern schon einmal konfrontiert und vielleicht machte man sich generationsübergreifend einen Jux daraus, die alten Gerichte und Preise zu entziffern. Aus dem pausenfüllenden Ratespielchen könnte durchaus aber einmal ein ernstes Unterfangen werden, wenn Ihnen etwa Tagebuchaufzeichnungen Ihrer Ahnen oder gar behördliche Dokumente aus früheren Jahren in die Hände fallen – und Sie sich für deren Inhalt und Bedeutung interessieren.

Spätestens dann gilt es, einen Sachverständigen für die deutsche Schrift zu konsultieren, der Ihnen die alten Schriftstücke nicht nur übersetzt, sondern gegebenenfalls auch interpretiert. Denn unter Umständen erschließt sich die Bedeutung eines Wortes erst aus dem Kontext heraus – oder es findet sich in unserer heutigen Sprache ein völlig anderes Synonym.

 


 

Pressemitteilung von:
Metascriptum | Sven Presser | Watzenborner Weg 7 | 35394 Gießen | 0641/32522 | presse@metascriptum.de

Pressemitteilung veröffentlicht auf:
(PA)

 


 


Zu guter Letzt

QR-Code

Der QR-Code für diese Seite. Der QR-Code für diese Seite.