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Welt-AIDS-Tag

Donnerstag, 1. Dezember 2016 - 15:08

Welt-AIDS Tag

Welt-AIDS Tag

WHO; UNAIDS

Am 1. Dezember jedes Jahres ist „Welt-Aids-Tag". Seit 1988 wird mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen weltweit auf Aids und HIV aufmerksam gemacht, Aufklärung betrieben und für mehr Solidarität mit HIV-positiven Menschen geworben. Mit dem Welt-Aids-Tag soll jedes Jahr daran erinnert werden, dass es noch nicht gelungen ist, das HI-Virus zu besiegen. Gemeinsames Anliegen aller Akteure ist deshalb, durch Aufklärung weiter vor einer Ansteckung zu schützen und für mehr Verständnis für Betroffene zu sorgen.

Kampagne: "Schleife zeigen."

Schleife zeigen. | Eine Aktion zum Welt-AIDS-Tag. | Quelle/Copyright: http://www.welt-aids-tag.de

Diskriminierung macht krank, Information hilft

Trotz intensiver Aufklärung wird in Deutschland HIV-positiven Menschen oftmals mit Angst und Unsicherheit begegnet. Dabei sind gerade das Kennenlernen und der gemeinsame Umgang wichtig. Informationen über die Infektionswege und entsprechendes Schutzverhalten sind nach wie vor die stärksten Waffen im Kampf gegen AIDS. Dank der intensiven kontinuierlichen Präventionsarbeit gehört Deutschland zu den Ländern mit der niedrigsten Zahl von HIV-Neuinfektionen in Europa. In Deutschland lebten Ende 2015 nach Schätzung des Robert-Koch-Institutes knapp 85.000 Menschen mit HIV. Knapp 13.000 wissen nichts von ihrer Infektion. Diese Unkenntnis hat böse Folgen: Wer nichts von der Infektion weiß, wird selbst nicht behandelt und gefährdet andere. Todesangst vor der Diagnose muss heute niemand mehr haben: Vielen Menschen ist immer noch nicht bewusst, dass die HIV-Infektion sich längst von einem Todesurteil zu einer chronischen Krankheit entwickelt hat, mit der man leben kann. Aber: Je eher die Diagnose erfolgt, desto besser und erfolgreicher können die Ärzte behandeln. Leider wird aber immer noch die Hälfte der Erkrankungen zu spät erkannt. Durch die verbesserten Therapien hat Aids für viele Menschen den Schrecken verloren. Gleichzeitig gebe es aber immer noch große Vorbehalte gegen HIV-infizierte Menschen.

Gegen HIV hab ich Medikamente. Gegen dumme Sprüche nicht. | Seit 1996 stehen hochwirksame Medikamente zur Behandlung von HIV zur Verfügung, die seitdem immer weiter verbessert wurden. In der „Kombinations- therapie“ werden mehrere dieser Wirkstoffe zusammen eingesetzt. Die HI-Viren können sich dann nicht mehr im Körper vermehren und die lebensbedrohliche Krankheit AIDS bricht nicht aus. Dank großer internationaler Anstrengungen bekommen heute weltweit rund 17 Millionen Menschen HIV-Medikamente – fast die Hälfte aller Infizierten. Ziel muss nun sein, dass alle Menschen mit HIV Zugang zu Medikamenten haben. Und: Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen Menschen mit HIV müssen aufhören! Denn Ausgrenzung macht krank. Deswegen zeigt unsere Kampagne, was wir dagegen tun können: uns informieren, einander zuhören und respektvoll miteinander umgehen – damit wir alle positiv zusammen leben können. | Quelle/Copyright: http://www.welt-aids-tag.de

Gegen HIV hab ich Medikamente. Gegen dumme Sprüche nicht. | Seit 1996 stehen hochwirksame Medikamente zur Behandlung von HIV zur Verfügung, die seitdem immer weiter verbessert wurden. In der „Kombinations- therapie“ werden mehrere dieser Wirkstoffe zusammen eingesetzt. Die HI-Viren können sich dann nicht mehr im Körper vermehren und die lebensbedrohliche Krankheit AIDS bricht nicht aus. Dank großer internationaler Anstrengungen bekommen heute weltweit rund 17 Millionen Menschen HIV-Medikamente – fast die Hälfte aller Infizierten. Ziel muss nun sein, dass alle Menschen mit HIV Zugang zu Medikamenten haben. Und: Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen Menschen mit HIV müssen aufhören! Denn Ausgrenzung macht krank. Deswegen zeigt unsere Kampagne, was wir dagegen tun können: uns informieren, einander zuhören und respektvoll miteinander umgehen – damit wir alle positiv zusammen leben können. | Quelle/Copyright: http://www.welt-aids-tag.de

Menschen mit HIV werden in Deutschland immer noch diskriminiert.

Der Umgang mit HIV ist auch in Deutschland  immer noch von Unsicherheit und Angst geprägt. Folge ist die Diskriminierung von Menschen mit HIV. Das schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Rund einem Fünftel der Menschen mit HIV ist schon einmal eine medizinische Behandlung verweigert worden. Bei einem offenen Umgang mit der HIV-Infektion reagiert ein Viertel der Arbeitgeber diskriminierend. Dies führt oft zu einem niedrigen Selbstwertgefühl, schlimmstenfalls zum Rückzug und zur Isolation. Das ist alles andere als gesundheitsfördernd. Das Diskriminieren von Menschen mit HIV und der von HIV besonders betroffenen Gruppen hat noch eine weitere, problematische Folge: Menschen haben Angst, einen HIV-Test zu machen. Schonheim: Manche fürchten die Folgen eines möglicherweise positiven Testergebnisses und warten lieber ab. Dabei wissen wir heute, dass eine frühzeitige HIV-Therapie einen wirklich großen gesundheitlichen Nutzen für die jeweilige Person hat. Was viele zudem nicht wissen: HIV-positive Menschen, die unter fachärztlicher Behandlung und erfolgreicher Therapie stehen, sind faktisch nicht mehr ansteckend, selbst bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr.

Vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote

Gesundheitsämter und die AIDS-Hilfen beraten in der Regel anonym und kostenlos zu allen Fragen rund um HIV. Bei ihnen sind alle willkommen: Menschen, die darüber nachdenken, einen HIV-Test zu machen, Menschen mit HIV, die beispielsweise im Gesundheitswesen diskriminiert worden sind, aber genauso Arbeitgeber, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind. Neben der Beratung sind auch anonyme Tests zu HIV und andere sexuell übertragbaren Infektionen möglich. Das Beratungsangebot vieler Aids-Hilfen richtet sich auch an Kindergärten und Bildungseinrichtungen sowie Ärztinnen und Ärzte und Pflegeschulen.

HIV und AIDS: Zahlen und Fakten

In Deutschland leben etwa 84 700 Menschen mit HIV und AIDS, für Nordrhein-Westfalen geht das Robert-Koch-Institut von rund 18.400 Betroffenen (15.100 Männer/3.300 Frauen) aus. Seit 2006 sind die Zahlen der jährlichen Neuinfektionen relativ stabil. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2015 in Deutschland wird vom Robert-Koch-Institut auf 3200 geschätzt. In NRW lag sie bei etwa 650. 85 Prozent der Neuinfizierten sind Männer, neun von zehn Personen haben sich beim Sex infiziert, die übrigen im Zusammenhang mit Drogenkonsum.

Die Situation in der Welt: Mädchen häufiger von HIV und Aids betroffen

Weltweit geht die Anzahl der Neuinfektionen mit HIV zwar zurück, bei Mädchen und jungen Frauen in Afrika südlich der Sahara steigt die Zahl jedoch an. Gründe dafür liegen unter anderem im mangelnden Schutz von Mädchen und Frauen. "Das Ziel, Aids bis zum Jahr 2030 ein Ende zu setzen, wird dadurch massiv gefährdet", sagt Frank Mischo, Aids-Experte bei der Kindernothilfe. "Ohne größeres Engagement für Mädchen und junge Frauen in Subsahara-Afrika bleibt unser Ziel unerreichbar." Geringere Bildungschancen, weniger soziale Handlungsmöglichkeiten, eine größere physische Verwundbarkeit - die Gründe für die steigende Anzahl von HIV-Neuinfektionen bei Mädchen und jungen Frauen im südlichen Afrika sind vielfältig. Deshalb fordert die Kinderhilfsorganisation, dass der Schutz von Mädchen besonders in Afrika eine der Prioritäten in der Präventionsarbeit mit HIV und Aids in den kommenden Jahren sein muss. Bei der Bekämpfung der Autoimmunkrankheit wurden bereits große Fortschritte erzielt: Allein im vergangen Jahr ist die Anzahl der an HIV erkrankten Jungen und Mädchen von 2,6 auf 1,9 Millionen Kinder gesunken. Dazu beigetragen hat auch die Kindernothilfe-Kampagne "Kinder ohne Aids", deren Ziel unter anderem ein besserer Zugang zu kindgerechten Behandlungsmöglichkeiten und HIV-Tests für Kleinkinder ist. Ähnlich starkes Engagement wird jetzt auch für Mädchen und junge Frauen benötigt, um weitere HIV-Neuinfektionen zu verhindern. "Dafür bedarf es keiner technischen Lösung. Stattdessen muss in Präventionsarbeit investiert werden, die nur erfolgreich sein kann, wenn auch die soziale und wirtschaftliche Situation von Mädchen und jungen Frauen verbessert wird", so Mischo.

Weitere Informationen:

Website zum Welt-AIDS-Tag:
https://www.welt-aids-tag.de/

Wikipedia-Eintrag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Welt-AIDS-Tag

Kampagne "Gib AIDS keine Chance":
https://www.gib-aids-keine-chance.de/kampagnen/welt_aids_tag.php

Leben mit HIV und Stigmatisierung:
www.positive-stimmen.de

Informationen zu Diskriminierung im Arbeitsleben:
http://magazin.hiv/2014/11/30/sie-wissen-nicht-was-sie-tun/

Ansprechpartnerin für Diskriminierungsfälle bei der Deutschen AIDS-Hilfe:
www.nimmsnichthin.de

Deutsche AIDS-Stiftung
www.aids-stiftung.de

Deutsche AIDS-Hilfe e. V.
www.aidshilfe.de

Informationen zur HIV-Therapie auf aidshilfe.de:
https://www.aidshilfe.de/medizinische- infos

Dossier zu 20 Jahren HIV-Therapie:
https://www.aidshilfe.de/dossiers#acc-331663

Informationen zur Schutzwirkung der HIV-Therapie:
https://www.aidshilfe.de/faq- schutz- therapie#acc- 494111

Aufeinander zugehen, miteinander reden, sich gegenseitig zuhören: So klappt „positiv zusammen leben“!
www.liebesleben.de 

UN AIDS
www.unaids.org

 

Referenzen

PM / OTS u. a.

Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfel.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Blickpunkt Coesfeld - Magazin für den Kreis Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

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