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Feuerwehr warnt vor Risiken bei Silvesterfeier

Mittwoch, 29. Dezember 2010 - 15:45

Feuerwehr warnt vor Risiken bei Silvesterfeier

Schutzabstand zu Gebäuden beachten - Sicherheitshinweise für das Zünden von Silvesterraketen

Bunte Raketen und laute Böller sind Tradition an Silvester und Neujahr. Doch sind für den Gebrauch einige Sicherheitshinweise zu beachten. Für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2 ist das Mindestalter von 18 Jahren vorgeschrieben. Zudem dürfen Feuerwerksraketen und –böller aller Art nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen abgebrannt werden. Seit 2009 werden von diesem Abbrennverbot auch Reet- und Fachwerkhäuser erfasst. Bei diesen beträgt der notwendige Schutzabstand mindestens 200 Meter. Während das Verbot in der Nähe von Krankenhäusern sowie Kinder- und Altersheimen im wesentlichen auf die Sicherstellung des Lärmschutzes beruht, erfolgte die Aufnahme der Reet- und Fachwerkhäuser in diese Aufzählung aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes. Ein Verstoß gegen dieses Abbrennverbot stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden.“

Ausgebrannte Partyräume, schwer verletzte Gäste und tragisches Ende ausgelassener Feten:

Beim Jahreswechsel kommt es erfahrungsgemäß auch zu zahllosen Zwischenfällen bei Silvesterfeiern. Gefährlich ist die Kombination von Alkohol, Feuerwerkskörpern und Unachtsamkeit. An alle Organisatoren und Gäste von Feiern wird jetzt apelliert, durch umsichtiges Verhalten Unfälle zu vermeiden. Denken Sie bereits beim Schmücken der Räume an das Freihalten der Fluchtwege und schwer entflammbare Dekoration. Beim Jahreswechsel kommt es vor allem in engen Partykellern, voll gestellten Gartenlauben oder normalerweise anderweitig genutzten Hallen zu zahlreichen Bränden durch leicht entflammbare Dekorationsartikel. Zudem verzeichneten die Rettungsdienste viele Einsätze durch in der Enge gezündetes Tischfeuerwerk oder Knallkörper, die in Personengruppen explodieren.

Ausgelassenheit durch Alkoholkonsum fördert die Unachtsamkeit

Schnell werden dann Wunderkerzen im trockenen Weihnachtsbaum entzündet oder Heizstrahler mit Jacken bedeckt. Kombiniert mit der Enge und fehlenden Fluchtwegen in Privaträumen, die nicht für große Feiern ausgelegt sind, kann dies auch zur Panik im Brandfall führen. Auch im Straßenraum lauern Gefahren für Feiernde: Viele Unfälle entstehen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern - insbesondere dann, wenn diese unsachgemäß gezündet werden. Autofahrer wie Fußgänger werden um erhöhte Aufmerksamkeit in der Silvesternacht gebeten.

Silvesterfeuerwerk ist Tierquälerei: Die Bevölkerung ist auch in diesem Jahr aufgerufen, von Knallerei Abstand zu nehmen.

Für Menschen ist Silvester ein Grund zum Feiern, für Haustiere und Wildtiere eher nicht. Denn wie jedes Jahr wird auch heuer wieder der fragwürdigen Tradition der Silvesterknallerei gefrönt. Diese findet schon lange nicht mehr nur am 31. Dezember um Mitternacht statt. Schon Wochen vor dem eigentlichen Ereignis werden Raketen, Knaller und Co. bereits gezündet. Den Handel freuts, die Tiere weniger. Die Knallerei rund um Silvester bedeutet für viele Haustiere und Wildtiere extremen Stress. Einige Tiere geraten dadurch sogar in Lebensgefahr. Zudem besitzen Hunde und Katzen bekanntermaßen ein wesentlich feineres Gehör als Menschen und leiden unter der extremen Lärmbelastung oft Höllenqualen. Nicht zuletzt fördert man mit dem Kauf von Feuerwerk nicht nur tierisches Leid, sondern auch menschliches. Die Böller und Raketen kommen immer noch zu einem Großteil aus Indien und China, wo sie von Kindern unter unmenschlichen und hochgefährlichen Bedingungen hergestellt werden. Wer also Raketen kauft sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit sehr wahrscheinlich auch Kinderarbeit fördert.

 

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