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Land und Leute | 29. Januar

Montag, 29. Januar 2018 - 13:06

Land und Leute

Ob kurzer Ausflug mit dem Rad, kleiner Wochenendtrip mit dem Auto, Kreuzfahrt mit dem Schiff oder Weltreise mit dem Flugzeug. Im Reisemagazin berichten wir über die guten Dinge in Nah und Fern.

 

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Deutschland

  • Wandmalereien in St. Johannis Stralsund
    Eine befestigte Stadt mit Türmen
    Im Norden der Altstadt befindet sich gleich an der Stadtmauer das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis. Es handelt sich um einen Komplex aus Backsteinbauten, der um zwei Höfe gruppiert ist und zur Stadt hin durch die Klosterkirche abgeschlossen wird. Auf dem Klosterhof stehen reizvolle barocke Fachwerkhäuschen. Das 1254 gegründete Kloster wurde nach der Reformation profaniert und als städtisches Spital genutzt. 1624 beschädigte ein Brand das Kirchenschiff und Teile der Klausur. Eine Reihe Jahre später beseitigte man die Brandschäden und richtete dabei im Langhaus 1651 einen kreuzgangartigen Hof ein. 1944 wurde die Kirche bis auf die Umfassungswände zerstört und ist heute Ruine, auch wenn es von 1964 bis 1984 Sicherungs- und Erneuerungsarbeiten im gesamten Klosterbereich gab.
    Klausurbereich
    Der Klausurbereich wurde häufig umgebaut. Im Bereich des Kreuzgangs befindet sich im nördlichen Teil ein zweischiffiger Saal, der sogenannte Handschriftenraum. Hier sind zwei Säulen mit Knollenkapitellen erhalten, an den Gewölbekappen sind reizvolle vegetabile Malereien aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. Da man das nördliche Joch noch im 15. Jahrhundert abtrennte, sind auch dort Wandgemälde aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert zu finden, an der Trennwand Malereien des späten 15. Jahrhunderts.
    Kapitelsaal
    Der bedeutende zweischiffige Kapitelsaal aus dem frühen 14. Jahrhundert steht im Ostflügel. Hier spannen sich die Kreuzrippengewölbe über achteckigen Kalksteinsäulen, deren Basen Wulst und Ecksporn haben. Im Gewölbe hat man Ranken und Kreuzblumen gemalt, an den nördlichen Schildwänden Bilder der Kreuzigung und der Stigmatisierung des hl. Franziskus. Sie stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert. Darunter hat man umlaufend eine illusionistische Darstellung einer Mauer mit Türmen angebracht.
    Weitere Informationen:
    www.denkmlschutz.de
     
  • Handwerkerhaus in Coburg
    Über sechs Jahrhunderte alt
    Das markante Handwerkerhaus in der Kirchgasse ist ein viergeschossiges Eckgebäude mit Walmdach in einem der ältesten Stadtquartiere Coburgs nördlich der Stadtpfarrkirche St. Moriz. Dendrochronologisch lässt sich das Gebäude auf das Jahr 1384/1385 datieren. Der berühmte Maler Lucas Cranach der Ältere soll von 1508 bis 1511 hier gewohnt haben. 1510 trug das Haus nur ein Fachwerkgeschoss, bevor die gotische Substanz zwei barocke Fachwerkobergeschosse erhielt. Im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde das Haus verändert, das steile Dach wurde umgebaut, um weitere Geschossflächen zu schaffen. Das neue steile Walmdach erreicht fast 60 Grad, wodurch es rund um St. Moriz besonders auffällt. Trotz der barocken Überformung handelt es sich doch um ein bedeutendes mittelalterliches Dachtragwerk. 1882 eröffnete der Schlossermeister Ferdinand Schilling im Erdgeschoss einen Laden, dessen Eingangstür das mittlere der vorher drei Fenster an der Steingasse ersetzte. 1925 wurde auch das rechte Fenster zu einer Hauseingangstür verändert. Durch den Verlust der südlichen Haushälfte in der Kirchgasse 4 mutet der historische Bau heute turmartig an. Die Nordmauer der beiden Untergeschosse in der Steingasse folgt mit schrägem Verlauf dem mittelalterlichen Straßenverlauf, während die später aufgesetzten Fachwerk-obergeschosse der Bauflucht des 18. Jahrhunderts angepasst sind. Die unterschiedliche Ausführung der beiden Obergeschosse in Art und Neigungswinkel deutet auf zwei Bauabschnitte hin.
    Weitere Informationen:
    www.denkmlschutz.de

 

Europa

  • „Lekker“ und gesund ins neue Jahr – mit Muscheln aus Zeeland
    Das neue Jahr ist noch jung und der Wille, die für das neue Jahr gefassten Vorsätze umzusetzen, noch ungebrochen. Neben den Zielen, Stress zu vermeiden, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, sich häufiger zu bewegen und mehr auf sich selbst zu achten, zählt auch, sich gesund zu ernähren zu den fünf häufigsten „guten Vorsätzen“. In der niederländischen Provinz Zeeland lassen sich alle fünf Wünsche einfach umsetzen – dazu tragen die frische Seeluft, die beruhigende Wirkung des Meeres, die kilometerlangen Strände und … die Miesmuscheln bei.
    „Lekker“ soll es sein – und gesund
    Die „echte Zeeuwse mosselen“ sind ein hochwertiges und nachhaltiges Naturprodukt, und aus diesem Grund von den Speisekarten der hiesigen Restaurants nicht wegzudenken. Die zeeländischen Muscheln sind wegen ihrer besonderen salzigen Note ausgesprochen beliebt – und sie gelten als sehr gesund. So gesund, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Muscheln mindestens einmal in der Woche auf den Speiseplan zu setzen. In vielerlei Hinsicht sind die Weichtiere sogar gesünder als Fleisch und Fisch. Sie zeichnen sich durch einen niedrigen Fettanteil und eine geringe Kaloriendichte aus, denn Muscheln bestehen zu 80 Prozent aus Wasser und können schon fast als Flüssigkeitsspender gelten. Pro 100 Gramm enthalten sie nur schlappe 69 Kilokalorien. Gering ist auch ihr Anteil an Kohlehydraten: 2,4 Gramm. Dafür sind die Schalentiere mit 10,5 Gramm reich an Proteinen. Doch das ist noch lange nicht alles, was die Muschel kann.
    Proteine, Vitamine, Mineralien – alles drin
    Im Detail: Muscheln sind reich an Nährstoffen wie Zink und Selen. So enthalten sie beispielsweise mehr Selen als Fleisch, was u. a. die Widerstandskräfte des Menschen stärkt. Auch wer unter einem Vitamin-A- oder Vitamin-B12-Mangel leidet, sollte mehr Muscheln essen. So ist deren Vitamin-A-Gehalt etwa sehr viel höher als der von Fettfischen, was Haut und Haaren, Augen und Zahnfleisch zugutekommt. Und von allen tierischen Vitamin-B12-Lieferanten sind Muscheln diejenigen mit dem höchsten Anteil – gut für den menschlichen Energiehaushalt und das Nervensystem. Auch Mineralstoffe, die von besonderer Bedeutung für unsere Gesundheit sind, haben die Muscheln reichlich unter der Schale. So enthalten sie mehr Jod als viele Fischsorten, was von großer Bedeutung für die Schilddrüse ist, mehr Eisen als Rindfleisch, mehr Magnesium als Fleisch und Fisch, mehr Kalzium als Fleisch. Letzteres ist insbesondere wichtig als Baustein für Knochen und Zähne. Und auch im Vergleich zu Gemüse schneiden die Schalentiere gut ab: So enthalten sie etwa ebenso viel Folsäure wie Gemüse – entscheidend etwa für das Immunsystem. Last but not least: Auch ihr Anteil an Omega-3-Fettsäuren spricht für die Meerestiere: Diese essentiellen Fette werden für die Hormonproduktion und den Zellstoffwechsel benötigt, sie können Entzündungen vorbeugen und helfen, körpereigene Abwehrzellen zu bilden.
    Yerseke, der Lieferant der „gesunden Schätze“
    Eine natürliche Nahrungsergänzung durch Muscheln bietet sich also an: in Zeeland, wo pro Jahr rund 50 Millionen Kilo Miesmuscheln aus Wattenmeer und Oosterschelde geholt werden, und dort insbesondere im Örtchen Yerseke. Mit knapp 90 Züchtern ist das Fischerdorf das Herz der zeeländischen Miesmuschelzucht. Die hiesigen Familienbetriebe sind Garanten für die hohe Qualität der Weichtiere. Alle Muschelfischer bieten ihren Fang auf der Muschelversteigerung in Yerseke an, der auch Publikum beiwohnen kann. Und einer der jährlichen Höhepunkte im „Mosselendorp van Europa“ ist natürlich der „Muscheltag“ am dritten Samstag im August. Doch auch wer schon früher im Jahr nach Yerseke kommt, kann sich mit den kulinarischen Leckerbissen befassen: auf eigene Faust bei dem knapp vier Kilometer langen Themen-Spaziergang „Proef de Oosterschelde“ („Leckeres aus der Oosterschelde“) oder auf einer Führung des VVV Zeeland.
    Gesundes – aus der Schale auf den Teller
    Von der hohen Qualität der Miesmuscheln in Zeeland kann man sich im Anschluss an den Spaziergang selbst überzeugen: in einem der zahlreichen Restaurants, wo die Delikatesse in unterschiedlichsten Varianten auf den Tisch kommt. Die anschließende Strandwanderung sollte man allerdings nicht vergessen und sich den Kopf freipusten lassen – schließlich gab es ja noch mehr Vorsätze als „nur“, sich gesünder zu ernähren …
    Weitere Informationen
    www.hollaendischemiesmuscheln.de
    www.vvvzeeland.nl/de/land-im-meer/miesmuscheln

 

Welt

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