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Tag der gesunden Ernährung

Montag, 7. März 2016 - 17:44

Rainer Wermelt | rainerwermelt.de | Am 7. März ist der Tag der gesunden Ernährung.

Am 7. März ist der Tag der gesunden Ernährung.

Der Tag wurde 1996 vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) initiiert. Er findet jährlich bundesweit am 7. März statt. Es geht an diesem Tag um die Risiken aber auch um die Präventionsmöglichkeiten die in unseren Lebensmitteln stecken.

Zusammenhänge von Gesundheit und Ernährung

Immer mehr Verbraucher fragen sich, wie sie aktiv zum Schutz ihrer Gesundheit beitragen können. Eigentlich müsste doch jeden Tag im Jahr der „Tag der gesunden Ernährung“ sein, doch seien wir ehrlich: Immer klappt es nicht mit unseren Vorsätzen, sich ausschließlich gesund zu ernähren. Deshalb ist dieser Impulstag recht wichtig, sich seiner Ernährung wieder bewusst zu werden. Natürlich mit gutem Geschmack: Denn guter Geschmack verspricht erlebte Freude, wenn feines Essen und Trinken verbunden in herzlicher Gastfreundschaft Ästhetik und Genuss vereinen. Ein Leben für den guten Geschmack mit Qualität, Kompetenz, Kreativität und Passion. Was kann jeder Einzelne zum Schutz der eigenen Gesundheit tun? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucher. Jeder ist heute dazu aufgerufen, sich über die Zusammenhänge von Gesundheit und Ernährung Gedanken zu machen. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind für ein gesundes und langes Leben enorm wichtig - ja selbstverständlich. Für alle, die trotzdem noch nicht danach leben oder Informationen suchen, findet der Aktionstag statt. Zahlreiche Aktionen und Tipps sollen dazu anregen, die eigenen Essgewohnheiten zu überdenken und eventuell zu ändern.

Gesunde Lebensmittel können nicht spottbillig sein

Viele geben für ihr Auto mehr Geld aus als für ihren Körper. Der braucht aber auch guten Kraftstoff, vor allem frische Lebensmittel, möglichst aus der Saison und Jahreszeit. Dann haben sie die volle Power an Vitaminen und Inhaltsstoffen. Gesunde Lebensmittel können nicht spottbillig sein. Ein gutes Stück Fleisch, ein gutes Pflanzenöl kann man nicht zu Dumpingpreisen produzieren.

Gesunde Inhaltsstoffe nicht zerstören

Es empfiehlt sich, beim Kochen darauf zu achten, die gesunden Inhaltsstoffe nicht zu zerstören. Vitamine, Eiweiße und Fette vertragen nämlich keine allzu große Hitze. Hohe Temperaturen, langes, starkes Kochen zerstören die wertvollen Inhaltsstoffe. Deshalb fängt gesunde Ernährung beim gesunden Kochen an: mit Fingerspitzengefühl und milden Temperaturen.

Ausgewogen ernähren

Gesunde Ernährung bedeutet auch, dass man sich ausgewogen ernährt. Dazu gehören übrigens auch die Gewürze. Viele wissen gar nicht, dass in Gewürzen auch wertvolle Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und andere sekundäre Pflanzenstoffe stecken, die unserem Körper gut tun.

Mit Freuden essen

eueste Studien haben ergeben: Wer sein Essen genießt und sich daran freut, dass er etwas Gutes auf dem Teller hat, hilft dem Körper damit, die Inhaltsstoffe besser zu verwerten. Die Nahrung wird besser verstoffwechselt . Wenn man beim Essen ständig ein schlechtes Gewissen hat und nur an die Kalorien denkt, kann das mit dazu beitragen, dass man auf Dauer übergewichtig wird. Die Wissenschaft kommt gerade erst dahinter, wie wichtig eine positive Einstellung für eine gesunde Ernährung ist.  

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Bereits 20 Prozent der Allgemeinbevölkerung in westlichen Ländern leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit - Tendenz steigend. Die Liste der auslösenden Nahrungsmittel ist dabei sehr unterschiedlich, genauso wie die Reaktionen des Körpers. Kinder leiden am meisten unter Milchallergie, gefolgt von Ei-Allergie. Erwachsenen machen eher Früchte und Nüsse das Leben schwer. Dabei ist noch nicht klar, warum ein Allergiker am Hals Hautreizungen bekommt, ein anderer an den Armen.   

Wenn Nahrung krank macht

Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – viele dieser sogenannten Zivilisationskrankheiten lassen sich auf unsere Ernährung zurückführen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stagniert der jährliche Fleischverbrauch in Deutschland seit einiger Zeit bei circa 60 Kilogramm pro Kopf und ist damit nach wie vor zu hoch [3]. "Vollwertige, pflanzliche Mahlzeiten sind unverzichtbar für unsere Gesundheit. Wer sich und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, steigt auf eine vegetarisch-vegane Ernährung um", sagt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführung. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und pflanzenbetonte Kost ist wichtig für den Erhalt der eigenen Gesundheit. Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreideprodukte sollten den größten Anteil des Speiseplans einnehmen.

Aktuelle Studien bestätigen Gesundheitsvorteile

Das Robert Koch-Institut wies auf den Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum tierischer Produkte, vor allem von rotem Fleisch, und einem höheren Sterblichkeitsrisiko hin [4]. Gleichzeitig betonte es die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Laut dem Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) sind vegane Fleischalternativen ernährungsphysiologisch günstiger als Fleisch und Wurst aus Tieren, denn sie liefern hochwertiges pflanzliches Protein, enthalten weniger Fett und sind praktisch frei von Cholesterol [5]. Bereits 2015 warnte die WHO vor dem Krebsrisiko durch den Verzehr hochverarbeiteter Wurstwaren. Eine Reduktion von Fleisch bei gleichzeitig höherem Obst- und Gemüsekonsum könne das Risiko entscheidend minimieren und positive Effekte auf die Symptome einer Erkrankung haben.

Pflanzliche Ernährung hilft bei der Prävention von Krankheiten

Ein europäisches Forscherteam [1] wies kürzlich darauf hin, dass die deutliche Reduzierung des Konsums tierischer Produkte einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann.  Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsmitbedingten Krankheiten ausgegeben. Viele Kosten im Gesundheitsbereich könnten durch eine gesündere Ernährung der Bevölkerung eingespart werden. Auch in der Ausbildung von Medizinern sollte der Ernährung als Präventionsinstrument viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Krankenkassen empfehlen Reduzierung des Fleischkonsums

Erst im Oktober 2015 warnte die WHO vor der Gefahr des Fleischkonsums. Laut der WHO-Studie steigert der Verzehr verarbeiteten Fleisches das Risiko einer Darmkrebs-Erkrankung. Eine Reduktion von Fleisch bei gleichzeitig höherem Obst- und Gemüsekonsum könne das Krebsrisiko entscheidend minimieren und positive Effekte auf die Symptome einer Krebserkrankung haben. Auch die Krankenkassen bestätigen die Bedeutsamkeit einer pflanzlichen Ernährung für die Krankheitsprävention.  Die TK-Studie zur Ernährung 2017 stellt fest, dass 94 Prozent der Teilnehmer, die angeben, bei schlechter Gesundheit zu sein, viel Fleisch essen. Bei denjenigen, die mit ihrer Gesundheit mindestens zufrieden sind, liegt der Anteil nur bei 83 Prozent [6]. "Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsmitbedingten Krankheiten ausgegeben. Viele dieser Kosten könnten durch eine gesündere Ernährung der Bevölkerung eingespart werden", erklärt Joy. Eine Umfrage des Vegetarierbund Deutschland (VEBU) ergab, dass die meisten Krankenkassen ihren Mitgliedern weniger Fleisch und gleichzeitig mehr saisonales, regionales und vollwertiges Essen empfehlen [2]. Die größte US-amerikanische Krankenkasse Kaiser Permanente rät ihren Versicherten bereits seit Jahren zu einer veganen Ernährung. "Diese Empfehlungen kommen mittlerweile auch in Europa an: Immer mehr deutsche Krankenkassen informieren ihre Versicherten über die Vorteile der pflanzlichen Lebensweise", so Joy. Der 'Leitfaden Prävention' des GKV Spitzenverbandes stellte Ende 2015 klar, dass sich gesetzlich Versicherte Präventivmaßnahmen zur pflanzlichen Ernährung bezuschussen lassen können. Die Krankenkasse BKK ProVita hatte sich gemeinsam mit dem VEBU um diese Klarstellung bemüht.

VegMed: Der Kongress zu Medizin und pflanzlicher Ernährung

Immer mehr Ärzte und Ernährungsberater erkennen die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Auf dem in Europa einzigartigen Fachkongress zu Medizin und vegetarisch-veganer Ernährung VegMed können sich Ärzte, Studierende, Ernährungswissenschaftler und weitere Vertreter aus dem medizinischen Bereich weiterbilden, vernetzen und untereinander austauschen. Ziel ist die wissenschaftliche Etablierung einer pflanzenbetonten Ernährung in Medizin und Gesellschaft. VegMed ist ein gemeinsames Projekt des VEBU und der Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin.

Ernährung im Alter: gesund Alt werden – gesund bleiben

Aufgrund der demografischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist „gesundes Altern“ ein Thema, das in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Gesunde Ernährung ist in Bezug auf die Prävention von altersbedingten Erkrankungen und der Erhaltung von Lebensqualität ein wichtiger Pfeiler. Die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen und mögliche Ernährungsprobleme durch körperliche Veränderungen stellen für die Ernährungsberatung eine besondere Herausforderung dar.

Mit gesunder Ernährung alt werden und gesund bleiben

„Gesund alt werden – gesund bleiben!“ – dabei spielt Ernährung eine wichtige Rolle. Dr. Martin Haas, Chefarzt der Klinik für Altersmedizin, unterstreicht die Bedeutung gesunder Ernährung auf dem Weg ins Alter wie im Alter selbst. Wichtig sei auch in fortgeschrittenem Alter ausreichend zu trinken, mahnen auch die Ernährungsberater. Gerade von Senioren werde das oft vernachlässigt, schon allein wegen der manchmal aufwändigen Versorgung. Vitamine seien in jedem Alter wichtig, Obst und Gemüse immer unverzichtbar. Auch in fortgeschrittenem Lebensalter seien zudem Ballaststoffe von großer Bedeutung, um die Darmtätigkeit zu regulieren. Liegen bereits altersbedingte Erkrankungen vor, werde das Thema Ernährung eher noch wichtiger. Dann sei es wichtig Produkte zu finden, die zum Beispiel trotz Schluckbeschwerden zu verarbeiten sind und ausreichend Energie zuführen. Notfalls gibt es heute vielfältige Angebote von sogenannter Astronautennahrung. Und auch wenn der Umgang mit Nahrung wegen unterschiedlicher Handicaps schwer fällt, stehen heute Hilfsmittel zur Verfügung, um Flaschen und Gläser zu öffnen, oder das Brot auf dem Brettchen zu fixieren. Nur bei ausreichender Ernährung können Kraftlosigkeit und erhöhte Sturzgefahr oder zunehmende Immunschwäche vermieden werden.

Vielfältiges Aktionprogram

Bundesweit sowie in Belgien, Österreich und der Schweiz werden Diätassistenten, Oecotrophologen, Mediziner und Apotheker zum Tag der gesunden Ernährung Aktionen anbieten. Es gibt Vorträge, Seminare, Kochkurse und Verkostungen. Die Aktionen finden in Krankenhäusern und Kliniken, in Geschäften, Apotheken, Bildungseinrichtungen und Büchereien statt. Die Besucher der Veranstaltungen haben die Möglichkeit ihre Fragen von Fachleuten beantworten zu lassen.

Quellen:

[1] Zu den Studienergebnissen des europäischen Forscherteams siehe:  
https://vebu.de/presse/pressemitteilungen/2377-2015-01-pm-studie-weniger-tierisches-schuetzt

[2] Krankenkassen einig: "Vegetarische Ernährung ist gesundheitsförderlich."  
https://vebu.de/presse/pressemitteilungen/2303-2014-11-pm-krankenkassen-empfehlen-veggie

[3] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Presseinformation, Er­geb­nis­se des 13. DGE-Er­nähr­ungs­be­richts, 2017:
https://www.dge.de/presse/pm/trends-im-lebensmittelverbrauch/

[4] Robert Koch Institut, Verbreitung der vegetarischen Ernährungsweise in Deutschland, Journal of Health Monitoring, 2016:
http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichters...

[5] Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE), Ernährungsphysiologische Bewertung von konventionell und ökologisch erzeugten vegetarischen und veganen Fleisch- und Wurstalternativen, 2017:
https://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/fleischalternat...

[6] Techniker Krankenkasse, Iss was, Deutschland, Studie zur Ernährung, 2017:
https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/934342/Datei/61408/TK-Er...

Ernährungsstudien:
https://vebu.de/themen/gesundheit/studien

Informationen zu VegMed gibt es hier:
www.vegmed.de

Weiter Informationen:

Tag der gesunden Ernährung
http://www.tag-der-gesunden-ernaehrung.de

Verband für Ernährung und Diätetik VFED e.V.
Im Februar 1992 gründeten Diätassistenten, Oecotrophologen und Mediziner den "Verein zur Förderung der gesunden Ernährung und Diätetik (VFED) e.V." Er ist ein Fachverband für alle im Bereich der Ernährung und Diätetik Arbeitenden und Interessierten. Im Jahr 2000 erfolgte durch die Mitgliederversammlung eine Namensänderung in "Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V." Inzwischen zählt der Verband mehr als 3200 Mitglieder. Damit ist er die größte, nicht staatlich geförderte Ernährungs- und Diätetik-Fachorganisation in Deutschland. Der VFED ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Die Geschäftsstelle des VFED befindet sich in Aachen und wird von Hedwig Hugot geleitet. Gemäß dem Leitbild: "VFED – den Menschen und der Ernährung verpflichtet" setzt sich der Verband besonders für die Anerkennung der Ernährungsfachkräfte als Heilmittelerbringer ein. Zu seinen Mitgliedern gehören Ernährungsfachkräfte wie Diätassistenten, Ernährungswissenschaftler und Oecotrophologen, aber auch Diabetesberater, diätetisch geschulte Köche, Apotheker, Ärzte sowie Vereine und Verbände. Die Mitglieder führen jährlich rund vier Millionen Diät- und Ernährungsberatungen durch. Der VFED bietet ein vielfältiges Angebot aus fachlicher Weiterbildung, Unterstützung seiner Mitglieder bei der Berufspraxis sowie Informationen für Verbraucher. Er richtet die Aachener Diätetik Fortbildung aus und publiziert die Fachzeitschrift „VFEDaktuell“. Der Verband unterhält bundesweit Regionalgruppen, die von engagierten Mitgliedern geleitet werden. Jedes Jahr am 7. März veranstaltet der VFED bundesweit den „Tag der gesunden Ernährung“, um die Bevölkerung für ausgewogenes, gesundes Essen zu begeistern. Darüber hinaus zählt der VFED zu den wenigen Organisationen, die Ernährungsfachkräfte zertifizieren dürfen. Da der Begriff „Ernährungsberater“ in Deutschland nicht geschützt ist, bietet das Zertifikat „Qualifizierter Diät- und Ernährungsberater VFED“ eine gute Orientierung für Verbraucher und dient der Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung.
www.vfed.de

Kleiner Kalender:
http://www.kleiner-kalender.de/event/tag-der-gesunden-ernaehrung/38534.html

 


Referenzen

PM VFED und VEBU

Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfeld.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Blickpunkt Coesfeld - Magazin für den Kreis Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

Short URL: http://linkcode.de/22l

 


Zu guter Letzt

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