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Internationaler Tag gegen Rassismus

Dienstag, 21. März 2017 - 21:55

Internationaler Tag gegen Rassismus

Internationaler Tag gegen Rassismus

UN - Resolution A/RES/2142 (XXI)
Der Internationale Tag gegen Rassismus erinnert an das Massaker von Sharpeville/Südafrika 1960, bei dem bei einer friedlichen Demonstration gegen das Apartheid-Regime 69 Menschen durch Schüsse der Polizei getötet und Hunderte teils schwer verletzt wurden.

Gemeinsam gegen Menschneverachtung

Die Menschenrechte und das Grundgesetz machen die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen zum Fundament unserer Gesellschaft. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist daher zu achten und zu schützen. Wer diese Grundsätze infrage stellt, spaltet die Gesellschaft und gefährdet das soziale Miteinander. Die Menschenrechte basieren auf der Erfahrung von Menschheitsverbrechen im 20. Jahrhundert. Diese Rechte müssen immer wieder neu begründet und verteidigt werden. Sie wurden und werden weltweit von Menschen erkämpft, deren Würde und Gleichberechtigung negiert wird. Davon zeugt auch der Internationale Tag gegen Rassismus. Es ist daher von elementarer Bedeutung, gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Menschenverachtung einzustehen.

Rassismus ist leider Alltag in Deutschland. Menschengruppen werden aufgrund bestimmter Merkmale verachtet und unwürdig behandelt.

Die Ausdrucksformen von Rassismus sind sehr unterschiedlich und reichen von rechtem Terror über Internethetze bis hin zu alltäglichen Diskriminierungen. Auch Geflüchtete haben das grundgesetzliche Recht auf Schutz und Würde. Obergrenzen widersprechen diesem Recht ebenso wie die willkürliche Festlegung vermeintlich sicherer Herkunftsstaaten. Dass Geflüchtete in höchst gefährliche Regionen abgeschoben werden, ist eine Schande.

Auch in Deutschland herrscht Gefahr für Leib und Leben.

Es ist bedenklich, dass wenige Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU die rechte Terrorgruppe Freital trotz Beobachtung der Sicherheitsbehörden Anschläge planen und durchführen konnte. Ein Klima von Angst und Repression entsteht aber nicht allein durch Gewalt. Rechtspopulistische Parteien und Gruppen wie die AfD und Pegida tragen gezielt dazu bei, dass rassistische Stereotype an Anschlussfähigkeit in der Gesellschaft gewinnen. Der Widerstand gegen Rassismus bleibt eine zentrale Herausforderung für unsere plurale Einwanderungsgesellschaft. Vielfalt ist bereichernd und erwünscht. Daher ist jeder Mensch dazu aufgefordert, sich klar gegen jeglichen Rassismus zu stellen, auch in ihrer Asylpolitik. Im Mittelpunkt muss der geflüchtete Mensch mit seiner Not stehen, in unserem Land ebenso wie in ganz Europa. Auch gilt es, die Sicherheitsbehörden zu reformieren und in Fortbildungen für einen menschenrechtsorientierten Umgang mit Rassismus zu schulen. Initiativen, die sich vor Ort fachkundig gegen Rassismus engagieren, müssen dauerhaft gefördert werden.

Weitere Informationen:

www.un.org/Depts/dhl/racial/index.html
www.ohchr.org/english/issues/racism/docs/brochure210307.pdf
www.institut-fuer-menschenrechte.de
www.kleiner-kalender.de/event/internationaler-tag-gegen-rassismus/4640-welt.html


Referenzen

Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
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Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

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