Sie sind hier

Aktionstag: Weltvegetariertag | 01. Oktober

Sonntag, 1. Oktober 2017 - 21:20

Weltvegetariertag

Weltvegetariertag

international | North American Vegetarian Society | 1977

Immer mehr Menschen genießen fleischfrei 

Am 1. Oktober wird der internationale 'Weltvegetariertag' gefeiert. Er wurde anlässlich des Welt-Vegetarier-Kongresses 1977 in Schottland von der 'North American Vegetarian Society' eingeführt und findet seither jährlich am 1. Oktober statt. Der Feiertag erinnert an die Vorteile einer fleischfreien Lebensweise.
In Deutschland leben mittlerweile (Stand 2015) rund acht Millionen Vegetarier, das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. 900.000 Menschen leben vegan, Tendenz steigend. Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, hat sich die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen seit 1983 mehr als verfünfzehnfacht. Damals ernährten sich nur etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung vegetarisch. Eine repräsentative Forsa-Umfrage kam außerdem zu dem Ergebnis, dass in Deutschland aktuell 42 Millionen Flexitarier, auch Teilzeitvegetarier genannt, leben.

Menschen in Deutschland essen weniger Fleisch

Die in Deutschland lebenden Menschen essen immer weniger Fleisch. Der Fleischverzehr ist hierzulande aktuell so niedrig wie nie zuvor. Das zeigt die 'Versorgungsbilanz Fleisch 2015' der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Insgesamt würden die Konsumenten in Deutschland 59,17 Kilogramm Fleisch pro Jahr und Person verzehren. UNO-Experten schlagen eine intelligentere und ressourcenschonendere Lebensmittelproduktion vor, um den Fleischkonsum in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren. Dabei helfen würde auch, die im Sinne der geforderten Reduzierung des Konsums von Fleisch und tierischer Nahrungsmittel vorgeschlagene höhere Besteuerungen dieser Produkte, so die Experten.

Tierfreundliche Ernährung ist schmackhaft und wird zunehmend populärer

Die Gründe, auf vegetarische oder rein pflanzliche Produkte zurückzugreifen, sind zahlreich und reichen von ethischen bis hin zu politischen und sozialen Gesichtspunkten. Die Tierschützer begrüßen die Entwicklung, dass sich immer mehr Menschen für weniger Tierleid und für eine bewusste vegetarische oder vegane Ernährungsweise entscheiden. „Mit einer fleischlosen Ernährung kann man einen direkten Beitrag zu mehr Tierschutz leisten“, sagt Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes. „Ob man sich für eine vegetarische oder rein pflanzliche Ernährung an einem Tag in der Woche entscheidet, sie für eine komplette Woche ausprobiert oder für sein ganzes Leben lang entdeckt, steht dabei natürlich jedem frei.“ Die Herstellung von Fleisch, Milch und Eiern hat heute mit Bauernhofromantik nicht mehr viel gemein. Tiere in der Landwirtschaft haben oft nur noch einen Preis und keinen Wert mehr. „Ein Blick auf die industrialisierte Produktion tierischer Lebensmittel genügt, um zu sehen, dass dort mit die größten Tierschutzprobleme unserer Zeit liegen“, sagt Schmitz. „Letztlich ist das Ersetzen tierischer Produkte durch pflanzliche der konsequenteste Weg hin zu mehr Tierschutz in der Landwirtschaft.“

Boom vegetarischer Produkte – 30 Prozent Umsatzplus

Tatsächlich wächst die Nachfrage nach vegetarisch-veganen Produkten in Deutschland seit Jahren, der Fleischkonsum geht stetig zurück. Viele Menschen greifen immer häufiger zu Alternativen zu Wurst, Schnitzel und Co. In jeder größeren Stadt eröffnen vegane Cafés und Restaurants, und die zunehmende Zahl an veganen Kochbüchern und Köchen zeigt die kulinarische Vielfalt der rein pflanzlichen Küche. Auch eine Vielzahl an Internetseiten, Büchern und Broschüren liefert Rezepte-, Restaurant- oder Hoteltipps. Alle bekannten Supermärkte und Discounter führen mittlerweile ein breites Produktsortiment pflanzlicher Fleischalternativen. Der Anstieg im Konsum dieser Produkte zeigt den Boom, den die pflanzliche Lebensweise weiterhin erfährt. Das Wachstum im Marktsegment vegetarisch-veganer Teilfertigprodukte im Lebensmitteleinzelhandel ist so hoch wie nie zuvor. 2014 konnte ein Umsatzplus von mehr als 30 Prozent verzeichnet werden und im Jahr 2015 wurden Umsätze von 454 Millionen Euro mit vegetarischen und veganen Produkten erzielt.

Vegetarische Produkte tragen das V-Label

Orientierung beim Einkauf von vegetarischen Produkten bietet das V-Label. Das V-Label ist ein international geschütztes Qualitätssiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Es wird als Orientierungshilfe auf Verpackungen eingesetzt. Verbraucher können so beim Einkauf auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt für sie geeignet ist. Das V-Label wird in Deutschland in den Kategorien 'vegan' und 'vegetarisch' vom VEBU vergeben. Nicht alle Stoffe, die bei der Produktion verwendet werden, tauchen auf der Zutatenliste auf. Nur durch eine Produktanfrage beim Hersteller können Verbraucher bislang ganz sichergehen, ob ein Lebensmittel vegetarisch oder vegan ist. Ist das Produkt mit dem V-Label lizenziert, können Konsumenten sicher sein, dass es sich um ein vegetarisches oder veganes Produkt handelt.

Restaurants, Cafés und vegane Kochbücher

Heute ist es so einfach wie nie, sich pflanzlich zu ernähren oder auf vegane Alternativen zurückzugreifen. Wer nicht selbst zum Kochlöffel greifen möchte, um ein pflanzliches Menü zuzubereiten, der besucht eines der zahlreichen Restaurants. In jeder mittelgroßen bis großen Stadt Deutschlands gibt es vegetarisch-vegane Cafés und Restaurants. Allein in Berlin bieten aktuell 40 rein vegane Gastronomiebetriebe die Chance, von Fastfood über Hausmannskost bis hin zu Gourmetspeisen, das große Angebot auszuprobieren. Für Veggiefreunde, die lieber daheim zum Kochlöffel greifen, gibt es zahlreiche Rezepte zum Nachkochen. Stetig wächst die Zahl der veganen Kochbücher. Während es 2012 noch 23 Neuveröffentlichungen waren, konnten 2013 bereits 50 gezählt werden und 2014 waren es sogar 77 Neuveröffentlichungen. Für 2015 ist ein weiterer Anstieg zu erwarten.

Veggie-Lifestyle in der Mitte der Gesellschaft angekommen

"Die steigenden Zahlen der Veggie-Produkte, der Gastronomiebetriebe und veganen Kochbücher, sind nur einige Indikatoren dafür, dass der vegane Lifestyle in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist", erläutert Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. "Ob aus ethischen Gründen, zum Schutz der Umwelt, zum Erhalt der eigenen Gesundheit oder einfach aufgrund von Neugier, es gibt viele Gründe, die vegetarisch-vegane Ernährung für sich zu entdecken", so Zösch weiter.


Referenzen

Quelle: PM/(div )

Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Allgemeine Rundschau - Nachrichten, Hintergründe und Meinunen zu den Themen der Zeit: www.allgemeine-rundschau.de
Blickpunkt Coesfeld - Stadtmagazin für Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Der neue Friedensreiter - politischer Autorenblog: www.friedensreiter.net
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfeld.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

Short URL: http://linkcode.de/2fg

 


Zu guter Letzt

QR-Code

Der QR-Code für diese Seite. Der QR-Code für diese Seite.