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Aktionstag: Welt-Alzheimertag | 21. September

Donnerstag, 21. September 2017 - 20:45

Welt-Alzheimertag

Welt-Alzheimertag

WHO | Alzheimer's Disease International (ADI) | international | seit 1994

Etwa 1,6 Millionen Demenzkranke leben in Deutschland, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Seit 1994 will der Welt-Alzheimertag am 21. September auf die Situation der Erkrankten und ihrer Angehörigen aufmerksam machen, seit einigen Jahren gibt es in Deutschland zeitlich parallel die Woche der Demenz.

Menschen mit Demenz brauchen unsere Solidarität – darum Verbesserungen in der Pflege

Auch ein Leben mit Demenz ist lebenswert. Die auf Hilfe und Unterstützung angewiesenen Menschen gehören mitten in unsere Gesellschaft. Damit das möglich ist, braucht es eine aufgeschlossene Gesellschaft. Es ist erfreulich, dass viele Menschen den Wunsch haben, Menschen mit Demenz zu helfen. Darüber hinaus braucht es jedoch professionelle Unterstützung und eine gute Infrastruktur. Sehr viele der insgesamt 1,6 Millionen Demenzerkrankten in Deutschland werden von ihren Angehörigen zu Hause betreut.

Demenz. Die Vielfalt im Blick

Demenz hat viele Formen und Gesichter, jeder Mensch, der an Demenz erkrankt, ist und bleibt eine eigenständige Persönlichkeit. Seine Lebensumstände, seine Lebensgeschichte, seine Bedürfnisse sind und bleiben individuell. Deshalb braucht es eine ganz eigene, an das jeweilige soziale Umfeld der Erkrankten angepasste Unterstützung. Plötzliche Gedächtnislücken oder Probleme sich zu orientieren, lösen erst einmal Angst aus. Dabei ist eine frühe Diagnose wichtig, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen: Noch immer erreicht die Hilfe viele Menschen zu spät. Nämlich erst dann, wenn die Situation sich zuhause schon extrem zugespitzt hat. Alleine bleiben mit den vielen Fragen rund um Demenz muss aber niemand. Es gibt vielfältige Beratungsmöglichkeiten sowie ambulante und stationäre Versorgungsangebote.

Selbsthilfegruppen: Anlaufstelle und Auffangnetz

Als ein Beispiel der vielfältigen Angebote sind hier die Selbsthilfegruppen für Betroffene zu nennen. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle und ein Auffangnetz. Die Mitglieder helfen im Umgang mit der Diagnose sowie ihren Folgen. Auch für Angehörige gibt es Gruppen, die sich regelmäßig treffen. Dort gibt es die Chance auf Austausch und Begegnung, auf Antworten zu Fragen des Alltags mit Alzheimer. Wie gehe ich mit dem Erkrankten adäquat um? Wie schaffe ich für mich Freiräume und Zeit zum Durchatmen? Wo erhalte ich Informationen über Ansprechpartner und Angebote sind nur einige Themen der Treffen.

VdK fordert Nationale Demenzstrategie

Zum Welt-Alzheimertag fordert der Sozialverband VdK Deutschland eine Nationale Demenzstrategie, die nicht nur Prävention, Behandlung, Pflege und Rehabilitation von Erkrankten, sondern auch die Begleitung, Schulung und soziale Sicherung von pflegenden Angehörigen umfasst. Weitere wichtige Bausteine sind die Koordinierung von Forschung, medizinischer und pflegerischer Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung von wohnortnahen Versorgungsstrukturen. „Die Phase der Einzelmaßnahmen, der Pilot- und Leuchtturmprojekte muss endlich in eine strukturierte Gesamtstrategie zum Wohle der an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen münden. Es darf nicht noch mehr Zeit verstreichen“, sagt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September. Etwa 1,6 Millionen Demenzkranke leben in Deutschland, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen – Tendenz steigend. Trotzdem sind beispielsweise Krankenhäuser weder ärztlich noch pflegerisch angemessen auf diese Patienten eingestellt, kritisiert der Sozialverband VdK. „Wir brauchen dringend mehr geriatrisch geschultes Personal, auch in den Notaufnahmen“, erklärt Ulrike Mascher. Der Hauptgrund für die fehlende Qualität in der Versorgung von Patienten mit Alzheimer liege aber vor allem im Personalmangel, sei es in Krankenhäusern oder in Pflegeeinrichtungen. „Der Mangel an Pflegekräften ist die größte Baustelle im Gesundheitswesen“, sagt Ulrike Mascher und appelliert an die zukünftige Bundesregierung: „Die Politik muss die Arbeit in Medizin und Pflege attraktiv machen und dort für gute Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung sorgen.“ Ziel der Pflegepolitik in der nächsten Legislaturperiode müsse es aber auch sein, pflegende Angehörige zeitlich, organisatorisch und finanziell noch besser zu unterstützen. Dazu gehören etwa weitere Anstrengungen, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern, aber auch der Ausbau von Entlastungsangeboten sowie die Schaffung eines flächendeckenden Netzes von Pflegestützpunkten.

Weitere Informationen:

Welt-Alzheimertag
www.welt-alzheimertag

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. |  Selbsthilfe Demenz
www.deutsche-alzheimer.de

www.alz.co.uk


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Quelle: PM/(gr)(pen)(vdk) u.a.

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