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Samstag, 8. Oktober 2016 - 13:29

Rainer Wermelt | rainerwermelt.de | "Ein Herz für Bäume" von Theo Rosing

"Ein Herz für Bäume" von Theo Rosing

Heckenmassaker und Baumverstümmelungen jetzt stoppen! - Artenschutz ist überfällig!

Ein Gastbeitrag von Jürgen Kruse

Ab Oktober werden wir nun wieder die Massaker an Heckengehölzen und Bäumen beobachten können, die in dem Buch "Ein Herz für Bäume" von Theo Rosing aus Heek für die "Münsterländiusche Parklandschaft" in unserer Region so eindringlich nachgewiesen wird. Hecken werden zerfleddert, zerrissen, gerodet und zu funktionslosen Spalieren zusammengestutzt. Bäume werden selbst an Fahrradwegen - weit über die Erfordernisse einer "Verkehrssicherung" hinaus! - irrsinnig hoch abgeastet. Den Bäumen werden unnötig viele Wunden beigebracht, es entstehen groteske Karikaturen, pinselartige Gebilde. Es werden Gestalten geformt, die für Radfahrer oder an Parkplätzen kaum noch Schatten spenden können. Durch all diese unötigen Eingriffen tragen vor allem die Bauhöfe der Kommunen und des Kreises und auch der Landesbetrieb "Straßen NRW" - u.a. mit seiner Straßenmeisterei in Legden! - zu forciertem Artensterben bei. Oft wird zur Unzeit den Vögeln und vielen anderen Kleintieren die Winternahrung gedankenlos genommen. Im Frühjahr fehlen dann die notwendigen Blüten für eine Bienenweide und für andere Insekten. Angesichts des dramatischen Sterbens der Tier- und Pflanzenarten ist diese Praxis dringend zu überdenken. Wir appellieren an die Verantwortlichen: Bitte lest das Buch von Theo Rosing, überdenkt Eure Praxis und lasst Eure Mitarbeiter bei unabhängigen und qualifizierten Institutionen schulen. Bessser in dieser Schneideperode gar nichts tun, als so schrecklich schädlich weitermachen wie bisher!

Eine Kehrtwende bei der Pflege des Straßenbegleitgrüns ist dringend erforderlich! Die Münsterländische Parklanschaft ist an allen Wegen und Straßen bedroht durch "Kaputtpflege". Vor allem die Bauhöfe der Kommunen, der Kreise und "Straßen NRW" massakrieren die Bäume und verstümmeln die Hecken zu ökologisch ziemlich wertlosen Spalieren. Das beklagt der Arbeitskreis Heckenschutz seit Jahrzehnten! Daher ist dieses Buch so wichtig!!

Jürgen Kruse, Legden
info@heckenschutz.de

 

Kommentar von Reinhard Loewert (NABU)

Sehr geehrte Damen und Herren

Als Mitglied im Naturschutzbund Deutschland e.V., Kreisverband Coesfeld, kann ich die nachfolgende Erklärung des Herrn Kruse vom NABU-Kreis Borken in allen Teilen unterstreichen.

Auch in meinem Wohnort Lüdinghausen ist der Bauhof in den letzten Tagen dabei, die Hecken usw. wie üblich auf brutalste Weise maschinell zu stutzen, genauer gesagt zu verstümmeln. Das sieht dann den Rest der Lebenszeit eines Busches immer so aus. Entsprechendes geschieht bei den Bäumen. Für die derart "zur Ordnung gebrachten" Planzen - und abhäöngige Tieren - sicherlich eine Katastrophe im Wachsstum und zur Reife- und Etwirklungszeit.

Es ist ein Jammer und mir ganz und gar unverständlich, das ausgerechnet die Kommunen (ich weiß nicht wie viele), sich überhaupt keine Mühe machen, diese ihre Arbeit nach fachlichen und naturschutzgemäßen Erfordernissen zu leisten. Hier spielt auch der Schutz von Wegerändern pp. mit hinein. Ein bekanntes Thema - leider nicht beachtet.

Es ist aber auch natürlich keine Leistung, die Pflanzenwelt, ein Aushängeschild der Umwelt, ungeachtet vieler Erkenntnisse von Biologen und Landschaftsgestaltern derart und mit weitreichenden Folgen zu zerfetzen. Ein wirklicher Jammer!

Hinzu kommt m.E. die Unsitte, jede Rasenfläche im öffentlichen Raum, auf der sich mit Müh und Not mal einige Wildblumen entwickelt haben, sogleich vor Ende der Blütezeit auf Zentimetergröße abzumähen, so daß sie Blüten für die so notwendig erforderlichen Insekten keine Nahrung mehr bieten können und nicht aussamen können.

Machen Sie z.B. mal eine Befragung Ihrer Leser, was die so alles zum Thema wissen, erlebt/gesehen haben und darüber denken. Wie werden staunen - und hätten wochenlang Stoff für Ihre Artikel.

Greifen Sie als Sprachrohr der Öffentlichkeit dieses Thema doch  bitte mal auf und stellen Sie den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die passenden Fragen nach deren Beitrag für die Pflege und den richtigen Erhalt der Natur.

Da hinein paßt natürlich auch das Thema mit dem Vernichtungsmittel Glyphosat. Aber das wäre ein neues Kapitel besonders in Lüdinghausen, wo soeben der weitere Einsatz des Gifte beschlossen wurd, wir ich hört.

Mit aufmunterdem Gruß,

Reinhard Loewert.


Referenzen

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfel.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Blickpunkt Coesfeld - Magazin für den Kreis Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

Short URL: http://linkcode.de/27y

 


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